den Augenblick erkennen, den Moment erleben

21. August 2014

DIY: Geschenkpapier



In diesem Sommer gibt es so viele Anlässe zum Feiern: Geburtstage, Hochzeiten, eine Geburt und Besuche von Freunden. Das nutze ich, um wieder zu basteln. Das habe ich in den letzten Monaten wirklich vermisst. Wenn ich schon ein Konzept habe, dann ist es für mich Entspannung pur, bei einer (oder mehreren) Folge(n) meiner Lieblingsserie an den Geschenken und Verpackungen zu werkeln und zu basteln.

Am liebsten mache ich Geschenkverpackungen. Das geht so schön einfach und wertet das Geschenk gleich auf. Ich zerreiße nie Geschenkpapier, wenn ich ein Geschenk erhalte, weil mir die Verpackung so wertvoll ist.

Seit Jahren schnitze ich mir eigene Stempel und es ist toll, wenn man immer wieder auf den vorhandenen Pool zurückgreifen kann. Wenn man wenig Zeit hat, so hat man wohl meistens noch Zeit, um ein paar Motive aus das Papier zu drücken.

Ganz easy ist also dieses Geschenkpapier. Man nehme Seidenpapier und bestempel dieses auf der rauhen Seite mit dem Motiv, am besten in unterschiedlichen Farben oder in einem bestimmten Muster. Kurz trocknen lassen, fertig.






6. August 2014

Sommertage


Der Sommer macht komische Sachen mit mir. Wahrscheinlich trägt das plötzliche Zeit-Vakuum auch seinen Teil dazu bei. Ich muss an unbeschwerte Abende am Rhein denken, an vergangene Sommer, mit Tagen, die von einer ganz eigentümlichen Leichtigkeit geprägt waren. Wenn ich tiefer grabe, dann sehe ich aber, wie stark mich die warmen Zeiten träge machten, wie viel Herzschmerz ich manchmal hatte und dass auch so etwas wie Langeweile aufkam.

Dieser Sommer ist so völlig anders. Die lauen Sommernächte können höchstens im Beisein von lästigen Wespen auf dem Balkon erfahren werden. Und ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal ein Glas Wein vor 20 Uhr am Rheinufer getrunken habe. Ach, stimmt ja, vorletztes Jahr. Unser Baby bestimmt einen Großteil unseres Alltags. Ich erlebte den Sommer also tagsüber, draußen im Garten oder auf dem Spielplatz, auch am Rheinufer, aber mit Kaffee in der Hand.

Um meiner Melancholie ein wenig zu entkommen, habe ich eine großartige Liste zusammengestellt mit Dingen, die ich unbedingt in meiner freien Zeit erleben oder machen möchte. Vieles davon ist ganz unspektakulär, aber nach Monaten ohne ausreichende me-time (es gab natürlich immer wieder Zeiten, doch wenn das Baby krank ist, freut man sich manchmal einfach über einen ruhigen Abend), genieße ich jede Kleinigkeit: Zeit für DIY-Projekte haben und diese dann fotografieren, einen neuen Stempel schnitzen, Urlaubshotelüberblickslisten erstellen, auf dem Markt mit einer Freundin frühstücken.

Ich merke immer wieder, dass ich selbst meine freie Zeit "planen" muss, damit ich sie sinnvoll nutzen kann. Erst wenn ich sie geplant habe, kann ich mir Freiräume zum Faulenzen einräumen und sie auch wirklich genießen. Sonst komme ich am Ende des Sommers an den Punkt, an dem wieder viel zu viele Dinge unangetastet liegen geblieben sind.

Bisher hat es prima geklappt, jeden Tag mindestens einen unangenehmen und einen schönen Punkt auf meiner Liste abzuhaken. Das aktiviert mich, macht gute Laune und gibt mir Energie. Glücklicherweise schläft mein Bub morgens etwas länger.


Es ist 11:30 Uhr.

nun ja
- Urlaubshotelübersicht erstellt
- Küche aufgeräumt
- Antons Mittagessen gekocht
- Kinderwagen sauber gemacht
- zwei Kitas geantwortet
- Einkaufsliste erstellt
- nichts gegessen

yeah
- mit der Kamera gewerkelt
- Fotospot in der Wohnung gefunden
- Geschenkpapier bestempelt
- Blogposts geschrieben und vorbereitet
- Instagram durchgesehen
- Termin für Pediküre ausgemacht

1. August 2014

gelebt


uiuiui, ein Monat ist rum und ich habe mich nicht gemeldet. Auf une vie magnifique war ich ein wenig aktiver, aber der Lernstress hielt mich von fast allem ab, was mir wichtig war. So ist das eben.

Ich habe endlich Semesterferien (drei Monate!!) und habe unglaublich viel vor. Ein wenig von Lisa und Nina inspiriert, habe ich meine Sommer Bucket List gemacht: Viele Dinge betreffen die Blogs. Ich werde ein bisschen nähen und basteln und Geschenke packen, ich gestalte ein Hochzeitsgästebuch. Wir werden singen und musizieren und ich werde mir ein paar Lieder von den Beatles ganz genau anhören müssen, um die Noten herauszuhören. Bei dem Bauern nebenan möchte ich frische Kartoffeln und Äpfel kaufen und daraus was Leckeres machen. Und ich werde wieder backen, Olivenbrot und Berry Pies.

Aber nun erstmal zum lernreichen Juli.

gelebt: Es war gar nicht so viel los im Juli. Das Lernen und das schwüle Wetter ließen uns viel in der Wohnung bleiben. Ich habe viel zu viel gelernt und drei Klausuren geschrieben. Wir beobachteten das heftige Gewitter, den starken Regen und die grellen Blitze, waren froh, dass unser Keller nicht volllief und sahen dutzende Feuerwehrautos an unserem Haus vorbeirasen. Der Babytreff fand wieder bei mir statt und aufgrund des blöden Wetters konnten wir nicht in unserem riesigen Garten lunchen. Das Picknick mit Lisa war wieder ein Fest und ich freute mich sehr über das Frühstück mit A. Wir waren auf einem Geburtstag in Heidelberg und amüsierten uns köstlich. Ich war einmal pro Woche bei meiner Familie und wurde mit köstlichstem Essen verwöhnt. Außerdem hatte ich viel Ruhe zum Lernen und Anton wurde gut versorgt. Mein Freund war der Held des letzten Monats: Er hielt meine Launen aus und besorgte mir Carepakete für die Prüfungen.
ausgegangen: Bis spät in den Abend gemeinsam mit Anton auf der Sommersause der Kunsthochschule ein Konzert gehört und auf einem Istanbul-Sommerfestival an der Nordplanke zu Housemusik gewippt.
getrunken: alkoholfreies Weizen mit Zitrone, ganz viel Kaffee, Wein
gegessen: frische, selbstgepflanzte Kräuter vom Balkon geerntet und zu jedem Gericht genossen, Johannisbeeren, Wassermelone
geklickt: Caro's neu designte Website samt Blog, Johannas Bericht über die äußere Wendung (Babythema)
gesehen: Der Hobbit: Smaugs Einöde
gelesen: Mama muss die Welt retten (bald gibt es eine Rezension auf une vie magnifique)
gehört: The Beatles
geärgert: über Postboten, die die Briefumschläge knicken
gefreut: über eine Ich-denk-an-dich-SMS von T. während akuter Lernunlust, über die schöne Nachricht von Claudi






1. Juli 2014

gelebt


gelebt: Im Juni machten wir viele Picknicke am Rhein, saßen bei heißem Wetter am Kasteler Strand und machten lange Spaziergänge am Rhein oder durch den Volkspark. An einigen Tagen machte mir die Betreuungsplatzsuche ziemlich zu schaffen (hier nachzulesen), und ich besuchte zwei Kitas. Wir verbrachten einen sehr schönen Tag im Garten der Großeltern, grillten, bummelten in Frankfurt und machten einen Mini-Trip nach Köln. Ich konnte sehen, wie unser kleine Mann jeden Tag etwas Neues lernte und gleichzeitig mit seinem ersten Zähnchen zu schaffen hatte. Ich habe viel lernen müssen, habe viele Breigläschen für den kleinen Mann gekocht und mich mal wieder im Nähen versucht. Wir picknickten auf der Rosenhöhe und wieder einmal wurde mir bewusst, wie schön Darmstadt sein kann. Mein Bruder war zu Besuch und wir hatten Sekt zum Frühstück. Für ein Babytreffen fuhr ich nach Finthen und am End(e) vom Mainz fotografierte ich hässliche, aber interessante Hochhäuser.
ausgegangen: Miss Päpki in Köln, Schrebergarten am Mainzer Gartenfeldplatz
getrunken: selbstgemachter, alkoholfreier Hugo
gegessen: Dinnele auf dem Mainzer Johannisfest (ich bin trotzdem kein Fan von Kirmes)
gesehen: The Grand Budapest Hotel, Hannoveraner Tatort, alle Deutschlandspiele der WM
gelesen: Eine Handvoll Worte von Jojo Moyes, Städel Blog
geklickt: ab-in-den-urlaub.de, Amelies schönes Outfit
geärgert: über einen Hausarzt, der keine Diagnose stellt, sondern nur meine Worte wiederholt - dafür brauche ich keinen Arzt :/
gefreut: der kleine Mann sitzt seit Pfingsten!
gekauft: der Sale verleitet mich zu sinnvollen Käufen - Kleid von Cos, Schuhe von &otherstories, Vintage Hut, H&M Trend Leinenshirt








22. Juni 2014

ausgestellt: Esprit Montmartre in der Schirn Kunsthalle Frankfurt

Die Bohème. Paris. Um 1900.
Klingt toll, oder? Bei diesen drei Begriffen bilden sich direkt einige Assoziationen und mein Herz schlägt ein bisschen stärker. Dass ich das Pochen dann knapp zwei Stunden aushalten sollte, lag an einer sehr gelungen Ausstellung.

Bis zum 01.06.2014 lief in der Schirn die Ausstellung "Esprit Montmartre" und wir schafften es leider erst am allerletzten Tag dorthin. Leider, weil ich mir sonst gerne die Ausstellung noch ein zweites Mal angesehen hätte. Sie ist umfangreich und spannend.

Allein schon als ich den Titel der Ausstellung hörte, war ich bereits hellhörig. Natürlich. Aber auch die Kunst um 1900 mag ich sehr gern. Es war so eine produktive Zeit, auch den gesellschaftlichen Veränderungen geschuldet, gepaart mit einer mondänen Pariser Gesellschaft. Immer wieder entdecke ich für mich neue Künstler, sehe unbekannte Werke, verliebe mich neu in die Stadt.

Der Besuch in der Schirn war also obligatorisch. Viel zu viele Besucher waren da (die Schirn verzeichnete sogar einen Besucherstrom-Rekord für diese Ausstellung), was auch zu erwarten war, und wir mussten uns mit unserem Kinderwagen einen Weg bahnen. Sehr viele Bilder auf kleinem Raum, wenig Möglichkeiten, um Abstand zu nehmen und die Gesamtheit zu betrachten. Ein tolles, kräftiges, energisches Rot als Wandfarbe.
Der erste Raum, ein wenig abgegrenzt von dem schlauchförmigen, in der Mitte durch eine langgezogene Ausstellungswand getrennten Raum, zeigt das Viertel Montmartre als dörfliches Paris. Es geht um die Jahre 1885 bis 1914. In den Straßen um die neu gebaute Sacré Coeur versammelten sich Künstler, Dichter, Literaten und Musiker; alle ehemals aus großbürgerlichem Haus, dem mondänen Pariser Leben entflohen. Nun bildeten sie auf dem Montmartre einen eigenen Mikrokosmos, ein künstlerisches Zentrum. Die Verortung findet auch über eine Stadtkarte in der Rotunde statt. Alle Wirkungsstätten sind gekennzeichnet und außerdem kann man die Biographien der Künstler lesen. Man erkennt sofort die besondere Dichte und somit auch die Bedeutung dieser Jahrzehnte.

Die Künstler, die freiwillig unfreiwillige Außenseiter wurden, wie die Schirn es beschreibt, lebten also in ärmlichen Verhältnissen und kamen mit einer ganz anderen Welt in Kontakt. Ihre Werke erzählen deshalb Geschichten von Tänzerinnen und Prostituierten, die gleichzeitig als Musen dienten, von den Cafés und Varietés als Wirkungsorten und der Traumwelt Zirkus. Man versteht, wie das Netzwerk von Künstlern und Kunsthändler zu Stande kam, jeder kannte jeden, wie eben in einem typischen Dorf.

Einige der wichtigsten Künstler dieser Zeit sind Kees van Dongen, den ich erst über diese Ausstellung so richtig "entdeckt" habe, Edgar Degas, Bierre Bonnard, Vincent van Gogh, Pablo Picasse, Henri de Toulouse-Lautrec, Suzanne Valadon, Max Jacob usw.

Ich habe sehr viele Arbeiten zum ersten Mal gesehen, Kees van Dongen gefällt mir besonders gut und ich stand einige Zeit vor der Karte in der Rotunde und suchte alle bekannten Straßen ab. Begeistert hat mich auch die Kooperation mit einigen Bloggern: "Les Bloggers de Montmartre", in der einige Blogger ihre individuelle Ansicht zu dem Thema teilen.

Die Fotos sind leider nur mit dem Handy entstanden, daher am besten auf die Schirn klicken und dort die gute Pressefotos ansehen!

















17. Juni 2014

Bastelzeit



Ach, das world wide web mit seinen vielen Möglichkeiten! Zum Beispiel seine Zeit auf Pinterest zu vertrödeln oder zu prokrastinieren. Oder viel besser, um Inspirationen zu sammeln. Ich bin nicht ständig auf Pinterest unterwegs - diese Zeit fehlt einfach momentan - aber immer wieder schaue ich rein, wenn ich nach etwas Bestimmten suche.

Mitte Mai hatten zwei Freundinnen Geburtstag und feierten am selben Tag. Ich liebe es Karten und Verpackungen selbst zu gestalten (dafür finde ich es umso schwieriger, ein passendes Geschenk zu finden!) und freute mich, mir endlich wieder einmal die Zeit zum Basteln zu nehmen. Und nach und nach kommen die Ideen zum Einsatz, die ich mir im Laufe der Jahre fest im Hinterkopf gespeichert habe. Und da gibt es noch so viele Karten und Verpackungen, die ich gerne basteln möchte.

Ich versuchte mich zum ersten Mal mit einer Pop-Up-Karte. Ich gebe zu, ich musste erst einmal einen Prototypen bauen, damit ich sehen konnte, ob die vielen Luftballons auch noch in die Karte passten, wenn ich sie zuklappte. Bei der anderen Karte kam das vielseitige Masking Tape zum Einsatz. Drei unterschiedliche Tapes in verschiedenen Breiten werden um die Kordel (z. B. Bäckergarn von Garn&mehr) herumgeklebt und die Spitzen zugeschnitten. Zu guter Letzt habe ich auch ein paar Notizbücher mit goldener Acrylfarbe angemalt. Um die Linien zu ziehen habe ich Kreppband genommen und mit einem Schwamm habe ich die Farbe gleichmäßig aufgetragen.

Meine Eltern haben nächste Woche Geburtstag und ich habe wieder einen Grund, um neue Ideen auszuprobieren.

Meine Pinterest Sammlung zum Thema Packaging findet ihr hier.

3. Juni 2014




Spaziergang am Rheinufer, Mai 2014

2. Juni 2014

gelebt



Im Mai haben wir viel gefeiert, die Familien getroffen und den Kalender kaum aufgeschlagen, weil wir durch Krankheit und gemeiner Bronchitis beim Sohnemann es etwas ruhiger angehen ließen und nur die wichtigsten Termine wahrnahmen.


gelebt: Wir picknickten am Rhein während des Weinmarktes und aßen Käsewürfel. An einem anderen Tag ließen wir uns am Kasteler Strand nieder, jagten die Vögel, warfen Steine ins Wasser, spürten den Wind und den Sand. Wir nahmen an einem Hebammenprotest in der Mainzer Innenstadt teil. An einem Freitag warteten wir auf die Muttis und machten währenddessen eine kleine Entdeckungstour durch den Stadtteil Gonsenheim und der Himmel war dramatisch grau. Wir sahen wieder Ziegen, Meerschweinchen und Häschen im Wildpark Mainz. Ich bekam eine Nähmaschine und versuchte mich mit einer geraden Naht. Wir waren im Schwimmbad und wurden danach krank. Wir kämpften uns durch die Nächte und mussten zwei Geburtstagsfeiern absagen. Trotzdem waren wir auf einem Geburtstagsbrunch und einer Abendfete. Wir sahen viel Kunst und bekamen spontan Besuch einer schwangeren Freundin. Wir wählten per Briefwahl, sahen viele schlechte Filme, trafen uns mit Freunden bis zum späten Abend in Darmstadt und kochten für unsere Familien. Nach sechs Jahren trafen wir wieder alte Familienfreunde und ließen Erinnerungen aufleben. Wenn dann noch Zeit blieb, lernte ich.
geliebt: an einem Bastelabend seit langem wieder (Pop-Up)Karten zu basteln, zu stempeln und Notizbücher zu gestalten
ausgestellt: Les gueules cassées in der Kunsthalle Mainz, Horizont Jawlenksy im Museum Wiesbaden, Esprit Montmartre in der Schirn Kunsthalle Frankfurt
gehört: The Killers
gesehen: viel zu viele lahme Filme, Naturopolis auf arte
gelesen: endlich zu Ende gelesen, weil ich die Busfahrten richtig nutze: Die Liebe einer Frau von Alice Munro (Literaturnobelpreisträgerin 2013)
geklickt: Edition F
getrunken: den leckersten Cosmopolitan auf einer Geburtstagsfeier
gegessen: selbstgekochte Babybreie in allen Variationen, Quiche Lorraine, orientalisches Hirse-Curry
gelernt: verschiedene Vasenformen der Antike
gekauft: völlig untypisch für mich, weil ganz spontan - ein Tshirt mit Leoprint, ein großes Babybett, ein Streifenkleid, einen Valentino Schal
gefreut: über die wöchentliche Blumenlieferung meiner Mutter
geärgert: dass wir unseren Sommerurlaub immer noch nicht gebucht haben, es gibt eine zu große Auswahl und Urlaub suchen macht mir keinen Spaß. Über die ultraalte Version meines MacBooks und die damit zusammenhängenden Probleme. Blütenpollen.
gewünscht: zwei Stunden mehr am Tag





27. Mai 2014

unterwegs



Kaiserslautern, Praktika, Ostern 2014

24. Mai 2014

salut!


antoine et moi à Paris, avril 2014, Praktika