den Augenblick erkennen, den Moment erleben

29. Oktober 2014

ausgegangen: Dale's Cake in Wiesbaden



Als Mainzer kommt man an einem bestimmten, leckeren Berry-Cheesecake oder dem Carrotcake gar nicht vorbei. Im Café Blumen oder in der Annabatterie werden sie verkauft und ich bin schon einige Male ganz bewusst in diese Cafés gegangen, weil ich Kuchenlust auf genau diese Sorten hatte. Schon vor ein paar Jahren bekam ich die Info, dass diese Cafés von einem Amerikaner aus Wiesbaden beliefert wurden, doch viel mehr erfuhr ich über den Mainzer Flurfunk nicht.

Jetzt hat dieser "Amerikaner aus Wiesbaden" namens Dale ein eigenes Café in Wiesbaden eröffnet und wir haben es vor ein paar Wochen endlich mal geschafft, ihm einen Besuch abzustatten. Kennt ihr das, wenn man sich ärgert, dass man nicht schon viel früher irgendetwas gemacht hat, irgendwo hingegangen ist, usw.? Ich habe mich gefragt, wie ich denn so einen netten Ort verpassen konnte. 

Das Café liegt gar nicht weit vom Rathaus entfernt und ist gut zu erreichen. Der längliche Raum, der sich bis zum Hinterhof zieht, hat Stuckverzierungen an den Wänden und ist hell gestaltet. Man findet weiße Möbel mit Blumenpolster und Gemälden an der Wand. Die Toiletten sind sauber (das ist wichtig, wenn man ein Kind auf dem Boden wickeln muss!). Der Hinterhof ist so ein romantischer Ort, den man in unserer Gegend immer wieder findet. Schön versteckt, ruhig und gemütlich. Neben leckeren Erdnussbutter-Cupcakes (ein Traum) und gutem Kaffee, gab es auch noch Zeit für ein kurzes Gespräch mit dem Inhaber und Konditor. 

Dale's Cake beliefert mittlerweile auch noch die Feinkostabteilung im Karstadt Wiesbaden sowie ein paar Cafés in Frankfurt. Solltet ihr jedoch in Wiesbaden sein, solltet ihr unbedingt dieses Café aufsuchen.

Wir verbrachten einen wunderschönen Nachmittag mit H. in diesem Hinterhof. Und wir kommen gerne wieder, wegen den Backwerken, dem Kaffee und den Räumen.












1. Oktober 2014

gelebt



Oh September, du warst so gut zu uns. 


gelebt: Eine Woche Erholung (mit Baby) an der Costa del Sol ließen den September schon einmal gut beginnen. Im Pool schwimmen, ein gutes Buch lesen und die Sonne genießen. Malàga schauten wir uns an und spazierten am Strand. Zurück in Deutschland feierten wir die Liebe zweier Menschen und stießen mit Sekt und Gin auf die Hochzeit an. Wir waren viel mit der Bahn unterwegs, besuchten L+L in einem Ort, an dem ich früher häufiger war, besuchten N und ihr frisches Baby L in Karlsruhe und besuchten den Papa in Darmstadt. Ach schönes Darmstadt. Mit dem See Woog. Immer wieder begeisterst du mich. Und Wiesbaden natürlich auch. Der Neroberg mit der Nerobergbahn verschönerte uns einen Sonntagnachmittag. Wir aßen leckere Petit Fours und tranken guten Kaffee. Wir feierten auf dem Weltkindertag die kleinen Menschen und spielten mit Anton und den Klötzchen. Frankfurt lässt mein Herz immer höher schlagen. Dieses Mal ohne Museumsbesuch, aber mit großartigstem Einkaufserlebnis und einem tollen Zoobesuch mit meinem Buben. Ich habe so viele liebe Menschen getroffen. Lisa war da, Tetyana, N und J habe ich wieder getroffen und mit J gefrühstückt. Nach vier Jahren reichlicher Überlegungen habe ich einfach mal endlich die Haare schneiden lassen. Zirka 13 cm kürzer sind sie jetzt. Ganz viel Energie und Motivation rundeten diesen tollen Monat ab.
ausgegangen: um 13 Uhr in Nelly's Frühstückslust gebruncht, Mainperle in Frankfurt, Dale's Cake in Wiesbaden, L'Art Sucré in Wiesbaden, Kaffeekommune in Mainz, Dicke Lilli, gutes Kind und das erste Mal im Altstadt Café in Mainz
getrunken: Unmengen an Kaffee, wie man erahnen kann
gegessen bzw. gekocht und gebacken: Kuchen im Glas
gemacht: ein Spucktuch und ein Spannbetttuch bestempelt, Notizblöcke gebastelt
geklickt: Nähtutorial für eine Mütze, Sportübungen
gelesen: Imperium von Christian Kracht, Eine kleine Stadt in Deutschland von John le Carré, Mamabeat von Saralisa Volm, Elle September 2014
gekauft: eine Lederjacke (endlich!!!), Boots von Filippa K (!!!), Isabel Marant look-a-likes in schwarz
gewünscht: diese schwarze Umhängetasche und diese Tasche als Wickeltasche
gefreut: über lang haltende Blumen, über Zeit zum Basteln, über tolle Freunde und meine großartige, kleine Familie










27. September 2014

ausgestellt: Lichtbilder im Städel


Vor einigen Wochen trafen Anton und ich meinen Bruder und seine Freundin im Städel. Wir interessieren uns alle für die Fotografie und deshalb konnten wir kaum einen besseren Treffpunkt wählen. Aktuell läuft nämlich die Ausstellung Lichtbilder, die die einen Querschnitt der europäischen Fotografie bis 1960 zeigt.

Das Städel war das erste Museum in der Welt, das Fotografien ausstellte. Das war 1845, nur sechs Jahre nach der öffentlichen Bekanntgabe dieser Erfindung. Im Laufe der Zeit gab es viele Aufgaben, die die Fotografie erfüllte: sie ist Erinnerungsmedium (u. a. durch Portraits), Mitteilungsmöglichkeit, Propagandamittel, objektives Abbild von Natur und Technik oder ein Instrumentarium, um Erlebtes zu ästhetisieren. Künstler nutzten die Fotografie aber auch, um zu experimentieren, mit Farben und Belichtungszeiten, mit Schärfe und Unschärfe, mit Schwerpunkten auf die technischen Details oder auf die individuellen Eindrücken, teils direkt oder mit Symbolik.

Zum ersten Mal schlief Anton die komplette Zeit meines Museumsaufenthaltes und ich konnte mir wirklich in Ruhe die Ausstellung ansehen. Ich war so vertieft, dass ich nicht einmal daran gedacht habe, meine Spiegelreflexkamera auszupacken, sondern zückte nur hin und wieder mein Handy.


Die Ausstellung läuft nicht mehr lange, also schaut sie euch noch an!


Lichtbilder
Fotografie im Städel Museum von den Anfängen bis 1960
bis 05.10.2014
Städel Museum, Frankfurt








19. September 2014

durchgeblättert: Elle September 2014



Meine Semesterferien sind toll! Wirklich. Mein Freund hatte drei Wochen Urlaub und wir hatten richtig viel Quality-Familienzeit. Mit Urlaub und Ausflügen, Spaziergängen und gutem Essen. Zwei wunderbare Hochzeiten haben wir erlebt, ich habe viel gebastelt und viel gelesen. Und fast alles von meiner Sommer-Bucket-List erledigen können.

Im Flughafen in Madrid hat jemand die Elle von September 2014 auf der Bank liegenlassen. Ich bin kein Zeitschriftenleser, aber hin und wieder blättere ich mich gerne durch ein Magazin. Deshalb blieb die einsame Elle natürlich nicht lange allein und genießt nun meine Gemeinschaft. Ich muss sagen, dass mich das Format nicht ganz anspricht, aber dennoch gab es ein paar interessante Seiten.

Das Hauptthema ist "Forever Young" und in den 113 Seiten geht es um Taschenikonen, einem Denimguide für jedes Alter, Stilikonen ab 45 und wie man sich mit Beautytricks jünger zaubern kann.

Mir gefielen die Fotostrecke "Belle de Jour", das Bandportrait von Singtank und die wunderschöne Pariser Wohnung von Cecilia Bönström und Thierry Gillier (Zadig & Voltaire). Und die folgenden Seiten. Manchmal ruft ein Bild so viele Assoziationen auf oder es inspiriert zu etwas völlig Anderem.












16. September 2014

Sonntagsausflugsziel: Neroberg in Wiesbaden



In Wiesbaden fühle ich mich immer wie ein bisschen im Urlaub. Kaum zehn Minuten mit der Bahn entfernt, eröffnet sich dort eine neue Welt für mich. Ich war schon einige Male dort bummeln und einkaufen, kenne das Familiencafé Lalaland ganz gut und habe in dieser Landeshauptstadt schon etliche schöne Stunden verbracht, aber dennoch gibt es noch Einiges zu entdecken. Das gefällt mir richtig gut. Selbst für ein, zwei Stunden einfach in das leicht elitäre Wiesbaden einzutauchen.

Gerade in den letzten Wochen stieg ich häufiger in die Bahn und entdeckte für mich bis dahin unbekannte Orte. Am Sonntag waren wir zum Beispiel auf dem Neroberg. Das ist Wiesbadens Hausberg, nahe eines sehr schönen und wohlhabenen Stadtteils gelegen. Wir hatten richtig gutes Ausflug-Wetter und ich freute mich so sehr auf diesen Familienausflug. Man kann mit der Nerobergbahn den steilen Berg hinauffahren und hat oben eine grandiose Aussicht auf die Stadt. Dann gibt es einen Kletterpark, eine sehr hübsch anzusehende Russisch-Orthodoxe Kirche, einem Ehrenmal, dem Monopteros und glücklicherweise ein Café :) Wir gingen also spazieren, genossen die tolle Aussicht und freuten uns über ein schlafendes Baby, das uns Zeit gab, wieder zu lesen.

Solltet ihr also noch ein Ausflugsziel suchen und in der Gegend sein, kann ich euch den Neroberg in Wiesbaden wärmstens empfehlen.